Mediologie

hmm… nachdem ich mich also entschlossen habe mich zuersteinmal mit dem Titel des seminars auseinander zu setzen habe ich einmal Mediologische Bedingungen gegoogelt und bin auf einen Essay von Frank Hartmann gestoßen gestoßen Frank Hartmann – Mediologie.

„Der Ansatz des mediologischen Geistes besteht nun darin, den Finger auf die Überschneidungen zwischen intellektuellem, materiellem und sozialem Leben zu legen und diese allzu gut geschmierten Scharniere zum Quietschen zu bringen.“ – Régis Debray: Einführung in die Mediologie , Bern: Haupt Verlag 2003

Mit dem ersten Zitat von Debray hatte ich nun zuerst meine Probleme. Ich wusste nicht wirklich wie ich seine Aussage deuten sollte und bin letzendlich, nicht ohne die Hilfe von frank hartmanns essay, zu dem schluss gekommen, dass Debray versucht mit dem Mediologie begriff einen denkanstoß in eine neue richtung zu geben. Hartmann vergleicht hier Debrays Mediologiebegriiff mit dem Begriff der Gesellschaft die im 19. Jahrhundert in der Soziologie für aufregung gesorgt hat.

jedoch was sagt der Begriff mediologie denn nun aus? was will mir Debray mit dem begriff sagen? passend dazu fand ich bei Hartmann folgendes:

Zentral für die Mediologie sind weder einzelne Medien noch
menschliche Kommunikation – sie theoretisiert nicht das Ideal des Dialogs, sondern interessiert
sich mehr für die Analyse der Übertragungswege, ihrer Geschichte und ihrer Ideologien

Frank Hartmann : Mediologie. Ansätze einer Medientheorie der Kulturwissenschaften, Wien: WUV 2003

wir beschäftigen uns also in der Mediologie mit der analyse der übertragungswege. so wirklich was damit anfangen kann ich noch nicht aber ich denke das kommt noch. erster gedanke war: ich lag falsch mit meinem gedanken an das web 2.0. aber dann:

Die Mediologie hingegen denkt Prozesse der Kommunikation zusammen mit
Prozessen der Transmission (Übertragung, auch im Sinne traditioneller Überlieferung oder
interkultureller Übersetzung) mit einem starken Akzent auf die zugrundeliegende Technik

dieser abstatz macht mir dann doch weniger zu schaffen. ich komme nicht drumm herrum wieder an das web 2.0 zu denken und komme zu dem schluss das ich vll doch nicht so weit ab war wie ich am anfang des artikels dachte zu sein.

so dies war sicherlich erst ein anfang. mehr dann später…

hilfestellung zu dem 2. zitat und/oder kritik und diskussionen sind gerne gesehen

1 Response so far »

  1. 1

    Sebastian said,

    Die entscheidende Frage scheint mir zu sein, den Begriff des Mediums nicht von vornherein zu eng zu begreifen. Herr Meyer machte das gestern ja mit der Fischmetapher ziemlich gut deutlich. Das Web2.0 halte ich in diesem Kontext für sehr bedeutend, allerdings nicht in der alten „Sender ===> Empfänger“-Logik (wie besipielsweise bei Shannon/Weaver), sondern eher in dieser grundlegenden „Lebens-Mittel“-Lesart der Mediologen: Wir bewegen uns immer schon, wie selbstverständlich, in Medien. Und die Medien strukturieren in dieser Hinsicht auch gewissermaßen unser Denken, unsere Erfahrung, unser Leben vor.

    P.S. Vielleicht führt es etwas weit, aber es fällt mir gerade ein. In einem Hauptseminar teste ich gerade freiwillig noch einmal am eigenen Leib, wie sich ePortfolioschreiben anfühlt. Gerade vorgestern schrieb ich über das #Medium – vielleicht interessiert es dich: http://www.sebastian-ploenges.com/blog/2009/medium/


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